Liebe Schülerinnen,liebe Eltern,

aufgrund der aktuellen Situation und nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt, müssen wir bedauerlicherweise den Unterricht vorerst aussetzen. Diese Regelung gilt – nach jetzigem Stand – bis Montag, den 20.04.2020. Sobald uns neue Informationen vorliegen, werden wir euch selbstverständlich umgehend informieren.

Wir werden versuchen, nach Absprache mit Eltern und Schülerinnen, den entfallenen Unterricht nachzuholen.

Die Gesundheit steht in diesem Fall vor allem anderen und unser aller Anliegen ist es letztendlich, diese Pandemie so schnell wie möglich einzudämmen und zu beenden.

Fühlt euch alle aus der Ferne fest gedrückt und bitte, bitte, bitte bleibt gesund!

Liebe Grüße

Waltraud und Jasmin

 

Foto: Dietrich vom Berge

 

Ballett-Matinée der Ballettschule W. Oremek-Reeves
Mutter Erde und ihre vier Kinder

Voller Vorfreude wartete das Publikum am Sonntag, den 01.12.2019 um 11 Uhr, gespannt auf die jährliche Ballettaufführung der Ballettschule W. Oremek-Reeves. Dieses Jahr haben sich die Damen die vier Jahreszeiten als Thema ausgesucht und mit den Schülerinnen umgesetzt.

Mit mystischer Musik begann Mutter Erde (Stephanie Dietrich) und eröffnete den Tanz der Jahreszeiten. Frühling, Sommer, Herbst und Winter zogen das Publikum umgehend in ihren Bann und verzauberten in fantastischen Kostümen mit ihrem Entrée.

Der frostige Winter wurde wundervoll mit wachsenden Eiskristallen zur Musik von Antonio Vivaldi dargestellt. Das Bühnenbild zierte eine Eislandschaft mit einzelnen Schneeflocken, welche dem Tanz und der Musik den perfekten Rahmen gaben.

Nach einer kurzen Lesung, sendete Mutter Erden den Frühling aus, um den Winter zu vertreiben. Blümchen wurden vom Eis befreit und wuchsen zu voller Größe, während der Frühling seine ganze Pracht entfaltete. Vögel, Bienen, Schmetterlinge, zwei Raupen (Nikola Popowska / Karla Hansen und als Vogel Victoria Bangert) und entzückende Marienkäfer, ließen den Frühling lebendig werden. Wundervolle und ineinander greifende Choreographien, gepaart mit farbenfrohen und den Charakteren perfekt angepassten Kostümen, ließen das Publikum den Frühling miterleben.

Nach getaner Arbeit holte Mutter Erde den Frühling zurück und sendete den Sommer aus. Man konnte die schwere der Hitze förmlich fühlen, welche der Sommer mit sich bringt. Sonnenblumen umrahmten den Sommer und bezauberten in ihrer sanften Choreographie. Dies war im wahrsten Sinne des Wortes die Ruhe vor dem Sturm. Das Gewitter ließ sich bereits am Ende des Tanzes erahnen und übertraf alle Erwartungen. Wolken, Blitze und Regen fegten in einer phantastischen Choreographie über die Bühne, fanden ihre Plätze um sie im nächsten Moment wieder zu verlassen und sich neu zu formieren. Tosender Applaus belohnte diese unsagbare choreographische und tänzerische Leistung. Ein Regenbogen zog nach dem Gewitter über die Bühne und signalisierte, dass nun der Sommer wieder Ruhe finden würde. Frösche und ein Frosch (Paula Kiascek), Libellen, Fledermäuse (Lilli Dippel / Laura Bartholmeß) und Nachtfalter (Victoria Bangert, Laura-Sophie Heim, Berit Henkel, Viktoria Hirschmann, Martha Jennings, Xenia Lysak, Nikola Popowska) rundeten eine hervorragende Darstellung des Sommers ab. Es schien, als wollte das Publikum gar nicht in die Pause gehen, sondern weiter zuschauen.

Nach einer zwanzigminütigen Pause läutete Mutter Erde den Herbst ein. Langsam zog Nebel auf und kündigte die dritte Jahreszeit an. Mit stürmischer Anmut fegte der Herbst über die Bühne, vertrieb den Nebel und wirbelte Blätter auf. Niedliche Pilze geführt von einem großen Pilz (Sabine Brederlow), ein Baum (Julia Happel), farbenfrohe Äpfel und Kürbisse ließen den Herbst lebendig werden. Ein harmonisches Farbenspiel endete in einem starken Sturm und leerte die Bühne für den nahenden Winter.

Mutter Erde gab die Bühne frei für den letzten Akt der Matinée, den Winter. Zu Tchaikowskie´s Musik aus dem Nussknacker, begann es zu schneien. Einzelne Schneeflocken kündigten das Schneetreiben an, bis nach und nach die Bühne gefüllt wurde mit weit über 60 Akteuren in weißen Tütüs, die ein atemberaubendes Schnee und Winterbild zeichneten. Es war der krönende Abschluss eines fantastischen Vormittags, als Mutter Erde ihre Kinder wieder zu sich rief und die Matinée schloss.

Das Publikum hielt es nicht länger auf ihren Sitzen, tosender Applaus mit standig ovations belohnte alle Akteure. Als die beiden Ballettmeisterinnen Waltraud Oremek-Reeves und Jasmin Reeves die Bühne betraten, brach ein wahrer Begeisterungssturm über das Kurtheater herein. Dieser war mehr als verdient! Es war eine grandiose Ballettaufführung, die seines gleichen sucht! Die Hauptakteure (Mutter Erde: Stephanie Dietrich, Frühling: Charlotte Erbe, Sommer: Carla Malsch, Herbst: Bettina Czermin, Winter: Karen Hrastnik) waren hervorragend ausgesucht und bestachen durch hoch anspruchsvolle, tänzerische Spitzentanzleistungen! Das Bühnenbild (Annette und Albrecht Dörr) war ein Augenschmaus, die Kostüme (Jasmin Reeves) waren in unfassbarer Präzision und Vielfalt, liebevoll jedem Charakter angepasst worden, die Musikauswahl (Jasmin Reeves) war ein Ohrenschmaus und der von Xenia Trendel wundervoll vorgetragene Text in Reimform (selbst verfasst von Jasmin Reeves!), rundete das Gesamtbild in Perfektion ab!

Abschließend bleibt zu sagen, dass das Publikum den Eindruck vermittelte, nicht gehen zu wollen um alles noch einmal ansehen zu können. Waltraud Oremek-Reeves und Tochter Jasmin Reeves haben den Zuschauern einen unvergesslichen Vormittag bereitet, an den man sich über das ganze Jahr gerne erinnern wird und voller Vorfreude auf die nächste Aufführung wartet.

Alexander Lange, Nieder-Eschbacher Anzeiger

 

Letzte Änderung: 17.03.2020